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Veröffentlicht am 30.11.2015 von nemesis

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Interview Black Symphony

Black Symphony zu Tears Of Blood – Der Stoff aus dem Legenden sind

Als diese Band 1997 (!) zum ersten Mal auf der Bildfläche erschien, standen die Fans in der Metal-Szene Kopf. Das Debut der Amerikaner musste die Anhängerschaft allerdings viel zu lange bis zur Erscheinung der zweiten Platte vertrösten. Als es mit Tears Of Blood endlich soweit war , fielen die Reaktionen nicht nur wegen der langen Wartezeit derart gut aus. Qualität steht neben extravagantem und doch einnehmendem Songwriting ganz oben auf der Liste von Black Symphony. „Am meisten waren wir wegen unseren neuen Bandmitglieder nervös. Es macht unglaublich viel Spaß, mit ihnen zu arbeiten und wir sind mit Tears Of Blood auch voll und ganz zufrieden.

Jahrelanges Schmoren

Die Line-up-Wechsel waren allerdings nicht der Grund für die lange Pause zwischen dem Debut, Black Symphony, und dem Zweitling. Die Besetzungswechsel gingen sehr schnell vonstatten“, berichtet Gitarrist Rick Plester. Es gab einige Probleme mit unserem Label und sehr wenig Zustimmung zu einigen Dingen. Dieser Prozess zog sich mehrere Jahre in die Länge, bis der ganze Kram endlich aus der Welt war. Ich bedauere es wirklich, dass das alles so lange gedauert hat, aber es gab keine andere Möglichkeit.“ Nachdem der Mannschaftsaustausch nicht der Grund war, weshalb Blood Of Tears erste jetzt an die Fans kommt, kann man sich eigentlich denken, daß es gar nicht so schwierig war, die richtigen neuen Leute zu finden. „Es hat alles total locker funktioniert.

Vision des etwas anderen Metals und viel ins Land

„Es gab eine Menge Musiker, die sich für ‚Jobs’ bei uns interessierten. Der hauptsächliche Aspekt bei der letztendlichen Wahl war meine Vision und die Voraussicht, wie man auf Dauer harmonieren würde und ob eine gute Chemie innerhalb der Band zustande kommen würde“, erklärt Rick seine Entscheidung. Allerdings weiß er auch, dass nach der ersten Scheibe der Band doch noch ein ganzes Stück mehr hätte passieren können. Nicht nur, dass eben der Nachschub etwas brauchte, auch ansonsten sah und hörte man kaum noch von Black Symphony. „Es ist sicher damals schon eine Menge geschehen, zumal wir bei der Hörerschaft auch sehr gut angekommen sind.“

Weit am Ziel vorbei

„Doch unterm Strich kam das alles nicht so weit, wie wir es uns eigentlich vorgestellt hatten. Es wären noch genügend Möglichkeiten da gewesen, mehr aus der Sache herauszuholen. Ganz ehrlich, an meinen persönlichen Zielen sind wir weit vorbei. Andererseits haben wir aber auch Dinge zustande gebracht, die man von einem Newcomer eigentlich nicht erwartet oder erwarten kann. Insofern ist das alles relativ. Wenn man es vom zweiten Standpunkt aus betrachtet, hatten wir riesigen Erfolg mit unserem Einstieg.“

Was an positiven Dingen zu vermelden war, war damals ein Toursupport für Dio.

Tour mit Dio als Ansporn

„Ich habe auf dieser Tour eine große Lektion bekommen, woraus eine Legende gemacht ist. Von Dio selbst habe ich eine Menge gelernt. Das war einer der Gründe, weshalb ich das Line-up ausgewechselt habe“, erläutert der Bandkopf. „In erster Linie betraf das den Sänger. Ich wollte mit der Band den nächsten Level erreichen – und um das zu erreichen, benötigten wir einen richtiggehenden Superstar als Sänger. Einen, der das Zeug zu allem hat. Einerseits war die Tour eine Menge Spaß, aber eben auch ein enormer Lernprozess. Die ganzen Ziele, die wir uns nach der Tour und motiviert durch sie, gesetzt hatten, wurden leider durch die Geschichte mit unserer Plattenfirma gebremst.“

USA nicht unbedingt mit gutem Musikgeschmack

Als bester Markt für die Band hat sich mittlerweile Europa herauskristallisiert – gemeinsam mit den USA, was doch ein wenig verwundert, denn die Amerikaner stehen nicht zwangsläufig für guten Musikgeschmack. Naja, man soll ja nicht alles über einen Kamm scheren. Sonst müsste man ja glatt davon ausgehen, alle Amis mit Geschmack wären als Musikusse in der Metal- und Rockszene unterwegs. „Die Mainstream-Liga hatten wir in den Staaten natürlich nicht erreicht, aber dort bereits eine Menge CDs verkauft, als wir noch keinen Plattenvertrag hatten.

Auf eigene Faust

Wir haben auch hier in den USA selbst eine Menge Gigs auf eigene Faust arrangiert. Man kann es sich heutzutage nicht mehr leisten, faul auf dem Hintern zu sitzen. Die ganzen Klassifizierungen in der Metal-Szene splitten das potentielle Publikum, wodurch es noch schwerer ist, Fans zu gewinnen. Für mich ist eigentlich alles Rock´n´Roll und ich glaube, dass die Menschen eigentlich auch verschiedene Musikstile mögen und nicht nur auf eine Ecke fixiert sein müssen.

Hat man einen eher einen kleinen Markt, befremdet das Hörer, die sich vielleicht für eine dieser anderen Musikrichtungen interessieren würden, wenn sie davon wüssten.“ Und zu guter Letzt noch ein dickes Danke von Rick an alle Fans, die die ganze Zeit so geduldig gewartet haben und die Band bisher unterstützt haben.


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