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Veröffentlicht am 28.11.2015 von nemesis

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Interview Helloïse

Helloïse über Fata Morgana – Wuchtiger Melodic Metal für die Ohren

Noch einige Monate vorher veröffentlichte der Drummer Ernst Van Ee seine Solo-Scheibe Dance With An Angel – und schon stand er mit seinen Bandkollegen von Helloise samt einem neuen Album in den Startlöchern. Fata Morgana, so der Titel des guten Stücks, ist das perfekte Futter für Fans melodischen, wuchtigen Metal-Sounds. „Sowohl die Presse als auch die Fans scheinen mit der neuen Langrille total happy. Besonders in Deutschland bzw Europa kommt Fata Morgana auch sehr gut an, was uns so ziemlich am meisten freut.

Wäre eine coole Sache, mehr als nur ein paar Shows spielen zu können“, kommt es gutgelaunt vom trommelnden Holländer. Auch wenn er sich laut den Credits im Booklet der Platte nicht am Songwriting beteiligt hat. „In erster Linie war ich für das Drumming und die Organisation des Ganzen zuständig. Doch habe ich daneben auch Ben Blauw, unserem Hauptsongwriter, einige Tips für das Songwriting in die richtige Richtung für Helloise gegeben und auch einige Ideen miteingebracht. Ich war also nicht faul.“ Grins.

Covers als Chance

„Meine Solo-Scheibe war metal-orientierter, und diese Art, Songs zu schreiben, liegt mir einfach auch mehr als etwa das Helloise-Material. Der Power Melodic Heavy ist Ben´s und Stan´s (Verbraak, voc) Baustelle.“ Und wer hat die Cover-Version von „Eloise“ verbrochen? Abgesehen davon, daß jene einfach genial geworden ist. „Wir haben einen Teil des Songs bereits früher als Intro bei Live-Auftritten verwendet. Und so erschien es uns als gute Idee, das Ganze mal mit Hand und Fuß zu machen und den Sound ein härteres Gewand zu verpassen und ich auf eine Scheibe zu nehmen.

Das Ergebnis ist ein wenig wie Queen´s Bohemian Rhapsody, finde ich.

Wenn Klassiker verhunzt werden

Gerade für junge Leute ist es meiner Meinung nach eine gute Sache, auch mal wieder ältere Songs kennenzulernen – heutzutage eben durch Cover-Versionen von neuen Bands. Es ist einfach gut zu sehen, woher die ganze moderne Musik eigentlich kommt, wo sie ihre Wurzeln hat.“ Und oftmals tut es einem, wenn es auf das Ausverkaufsmusikbusiness bezieht, in den Ohren weh, was manche ‚Bands’ aus Klassikern machen. „“Eloise“ kam 1969 heraus, und jetzt haben wir ihn nachgespielt ohne das eigentliche Feeling des Songs zu versauen oder zu verlieren.“ Recht geben muss man Ernst. Nachdem die Band in den frühen 80ern viel Aufmerksamkeit erntete, besonders in Holland und Belgien, kann mittlerweile jeder ohne Probleme in den Genuss von Helloise´s Silberlingen kommen.

Was ewig lange währt…

„Während wir in Belgien und Holland wirklich sehr bekannt waren, hatten wir in den restlichen Ländern Kultstatus. Dort waren unsere Scheiben nämlich nicht zu bekommen. Sie wurden nur in Belgien und Holland vertrieben, haha. Nach einigen internen Geschichten zwischen uns und unserem damaligen Label waren unsere Scheiben nur in Holland und Belgien erhältlich und nirgends sonst – absoluter Mist für uns. Die Band löste sich dann 1989 auf.

Dann kam es zur Re-Union und mit Transmission Records, die unter anderem auch Ayreon und After Forever unter Vertrag hatten, und da lief es richtig gut.

Zum ersten Mal weltweit

Unsere Musik kann auf der ganzen Welt populär sein, davon bin ich überzeugt. Aber man braucht eben auch das richtige Label dazu, das die CDs in die Läden stellt und eine Band promotet. Im Laufe der Zeit wurde das Label immer größer. 1998 veröffentlichten wir eine neue Platte, A Time And Place For Everything und auch unsere alten Outputs wurden auf CD herausgebracht, remastered, neu gemischt und mit Bonustracks versehen. Und mit Fata Morgana waren wir zum ersten Mal in der Geschichte der Band mit unserem Material auf der ganzen Welt vertreten. Ich denke, ein gutes Label kann man an seinen Bands erkennen, wobei das sicher auch eine Frage der Gegenseitigkeit ist.

Eine Plattenfirma wird durch ihre Bands groß und Combos brauchen ein vernünftiges Label, um aus dem Quark zu kommen. Transmission waren für uns die optimale Company:

Nicht zu groß, wodurch unser Material auch wirklich volle Aufmerksamkeit erhält, wenn etwas Neues ansteht. Sie organisieren jede Kleinigkeit perfekt durch, von den Aufnahmen bis zum Release. Zudem sind sie sehr geduldig, setzen uns nicht unter Druck. Und das ist ebenfalls sehr wichtig für eine Formation wie Helloise.“ Und wenn wir uns alle ganz brav und vernünftig aufführen, bekommen wir auch Besuch. „Ich kann nur hoffen, dass diejenigen, denen Fata Morgana gefällt, auch kauftechnisch zuschlagen. Wenn sich hier einige positive Dinge tun, können wir allen holländischen Prog Powerrock um die Ohren hauen, hehe.“

photocredit: https://www.facebook.com/photo.php?fbid=1482053218745547&set=o.280830205369721&type=3&theater

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