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Veröffentlicht am 20.03.2016 von nemesis

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Mob Rules

Über Temple Of Two Suns – Am Stück oder geschnitten?

Superzufrieden war er, Sänger Klaus Dirks mit dem Mob Rules-Zweitling Temple Of Two Suns. Angesichts der eingängigen und doch detailliert gestrickten und anspruchsvollen Songs kein Wunder, und auch die einschlägige Presse honorierte die Scheibe derzeit wirklich gebührend. „Ich hätte nicht damit gerechnet, dass die Mags so auf die Scheibe abfahren. Man kann einfach die Reaktionen nicht abschätzen.

„Fire & Ice“

Ebenso wenig kann man vorhersagen, ob man wirklich Arbeit abgeliefert hat, die den Ansprüchen der Hörer und Schreiberlinge genügt. Wir hatten eher damit gerechnet, dass wir bei den Soundchecks in den großen Heften so im Mittelfeld liegen würden. Siebenmal Dynamit als Wertung im Rock Hard war schon sehr überraschend für uns.“ Einen Grund für die Euphorie sah der Vokalist auch darin, dass die Songs dieses Mal mehr aus einem Guss sind:

„Die Tracks der ersten Scheibe stammten aus verschiedenen Zeit-Abschnitten und Stadien der Band. Dieses Mal haben wir uns ein halbes Jahr auf den Hintern gesetzt und an dem Material gearbeitet. Daher scheinen die Tracks kompakter und besser strukturiert – eben am Stück gemacht.

Tut der Künstler was, zieht auch das Label mit

Man wächst als Band eben auch zusammen und entwickelt sich. Was uns total freut, ist auch die Unterstützung, die uns unser Label zuteil werden lässt. Bereits der ersten Scheibe haben sie eine Menge für uns getan, aber was Limb, unser Label, damals auffuhren, ist echt klasse. (Mittlerweile ist die Band bei Steamhammer/SPV unter Vertrag. Amm.d.Red.)Wie gesagt, wir waren wirklich von den Socken, was ein Label zu tun bereit st, obwohl wir damals die totalen Neulinge waren.“ Bedenkt man, dass Mob Rules mit ihnen Label-Kollegen von Ivory Tower nur ein Jahr zuvor selbst eine Club-Tour aufgezogen hatten, die auch sehr gut lief, dürfte dies wohl auch ein Grund sein, weshalb die Plattenfirma gerne bereit ist, etwas zu tun.

„On The Edge“

„Sicher gefällt es einem Label, wenn man auch als Band selbst aktiv ist und sich nicht nur aufs Songwriting konzentriert. Die Zeiten, in denen damit die Arbeit als Musiker getan war, sind vorbei. Man muss sich selbst schon auch in Bewegung setzen und sich engagieren, wenn man vorwärtskommen will. Sicher stehen auch bei uns nach wie vor die Songs im Vordergrund, aber es gibt eben noch andere Dinge in diesem Business, um die man sich als Musiker kümmern sollte.

Manche Bands müssen das auch nicht, denn sie haben einfach Glück. Doch darauf sollte man sich auch nicht verlassen.“ Um aber noch einmal auf das Abgefeier von Temple Of Two Suns Platte zurückzukommen: Da wurde bei einem Review in einem größeren Mags eine recht nette Aussage getroffen: Vielleicht werden bald Bands mit Mob Rules verglichen werden.

Kritiken, die Auftrieb geben

„So ein Kommentar gibt einem natürlich enormen Auftrieb. Wir wollen uns sowohl in musikalischer als auch in optischer Hinsicht abheben, unseren eigenen Weg gehen. Das ist sicher nicht einfach, aber entspricht uns. Ob das nun damit anfängt, dass wir nicht versuchen in die Fuß-Stapfen von Bands wie Gamma Ray oder Helloween zu treten, was wirklich eine Menge Bands machen, oder damit weitergeht, dass wir, auch was die Gestaltung des CD-Covers betrifft, nicht darauf aus sind, irgendwelche Klischees zu erfüllen. Es ist lustig, wenn man mal verfolgt, mit welchen Bands wir verglichen werden:

Wenn alles erlaubt ist

Rainbow, Scorpions, Savatage, Queensryche,…. jeder Journalist hört in unserem Stil etwas anderes. Sicher waren all diese genannten Bands auch unsere Einflüsse, aber diese Bandbreite an Vergleichen gibt uns Recht, dass wir auf dem richtigen Weg in, unser eigenes Ding zu machen. Bei unserem wurden noch einige Stimmen laut, wir würden nur auf den True Metal-Zug aufspringen, aber diese Meinungen haben sich nun anscheinend gelegt.“ Beim folgenden Wacken Open Air konnten sich die Fans auch live von Qualitäten der Band überzeugen. Neben Stücken der ersten Scheibe, kamen auch die Auszüge der aktuellen, damals noch nicht veröffentlichten, Platte sehr gut an. Eigentlich ungewöhnlich, sind die Fans bei Konzerten und Gigs eigentlich eher darauf aus, das Material zu hören zu bekommen, mit sie bereit vertraut sind.

„Over America (Timekeeper)“

Mag vielleicht daran liegen, dass bei solchen Groß-Events die Stimmung lockerer ist und alles erlaubt ist, was eben Metal ist. „Wir hatten nur eine halbe Stunde Spielzeit“, erzählt Klaus. „So dachten wir uns, dass wir drei Songs des ersten Outputs und drei neue Stücke spielen könnten. Es hat super funktioniert, und die Leute sind auch bei den neuen Songs total gut mitgegangen.“ Wie gesagt, wen wundert´s bei diesem Material?!

Line-up:

Gesang: Klaus Dirks
Gitarre: Sven Lüdke
Gitarre: Matthias Mineur
Bass: Markus Brinkmann
Schlagzeug: Nikolas Fritz
Keyboard: Jan Christian Halfbrodt

Frühere Members:

Gitarre: Oliver Fuhlhage (1996–2004)
E-Bass: Thorsten Plorin (1994–2006)
Schlagzeug: Arved Mannott
Keyboard: Sascha Onnen (1999–2010)

Alben:

Savage Land
Temple of Two Suns
Hollowed be Thy Name
Among The Gods
Ethnolution A.D.
Radical Peace
Cannibal Nation
Timekeeper Box

Anstehendes Album:

Tales From Beyond

photocredit: https://www.facebook.com/mobrulesband/photos/pb.158270680883.-2207520000.1458260043./10154385802700884/?type=3&theater

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