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Veröffentlicht am 27.09.2015 von nemesis

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Helloween: My God Given Right

Metal unbreakable

Tja, die Helloweenies – da fragt man sich, ob diese Band eigentlich irgendwas verkehrt machen kann. Egal, welche Wechsel im Line-up vorhanden waren, die Trennung zwischen Helloween und Sänger Michael Kiske das Fanlager gespalten hat und auch Kai Hansen schmerzlich vermisst wurde… der Name Helloween hatte Bestand. Und setzte sich auch immer wieder doch durch, Helloween ist ergo wie eine PET-Flasche: Unkaputtbar. Klar nicht jedes Album war der Überflieger und viele werden die Band ihr liebes Leben lang an Masterpieces wie Walls Of Jericho messen.

Straighter Heavy Sound

Und doch bekommt man immer auf die Zwölf. Erstklassigen Metal, halt mal mit einem anderen i-Tüpfelchen. Starke Songs. Anders halt. Und meiner bescheidenen Meinung nach haben Helloween etwas geschafft, was andere Bands nicht hinbekommen haben: Jeder Sämger hat seinen festen, gleichberechtigten Posten und gehört einfach zu seiner Ära. Nicht so ein Gewurste wie bei „Ripper“ Owens und Judas Priest, der werde für eine neue Ära noch einen Nachfolgeposten stand, sondern immer wie Ersatz für den kleinen Hunger zwischendurch betrachtet und absolut unterbewertet wurde.

Biss der Ohren-Doktor kommt

Aber nun genug gelabert, kommen wir zu My God Given Right. Frisch, quirlig und unverbraucht wie eh und je schallen einem die Tracks entgegen, „Heroes“ bietet gleich einen furiosen Auftakt und typische Deris-Trademarks. Deris deswegen weil sich die Überlagerung von Härte und sphärischer Soundweite auch auf seinem Solo-Ausflug und in seiner Zeit bei Pink Cream 69 breit gemacht hat. Auf jeden Fall haben wir da schon mal den ersten Ohrwurm – mit Biss, straight und blitzschnell in den Lauschern. Wenn man CDs rezensiert, sind das immer diese CD-Fallen… man freut sich auf die Platte und bleibt stundenlang hängen. Dynamisch und nachdrücklich geht´s auch mit „Battle´s Won“ zur Sache, der Refrain hat aber schon so leichte Hammerfall-Anfälle hinsichtlich der Vocalführung.

Typische Helloween-Hymnen

Schön sägend steigen die Gitarren in „Lost In America“ ein, der wieder einmal das klasse Händchen für unnachgiebigen Drive, auch unter der Oberfläche, aufzeigt. Eine Hook, die einem als Fan sicher noch hundertmal in den unmöglichsten Situationen verfolgen wird und sattem Groove. Geradlinig und beherzt, wie man die Songs von Helloween eben kennt und mag. Die Klampfen legen immer wieder aufs Neue den typischen Helloween-Sound an den Tag: Trocken, warmes Akkordspiel und leicht hämischer Sound – wobei „Russian Roulé“ an sich sowieso eine Spur biestiger rüberkommt – steht dem Track verdammt gut zu Gesicht.

Pflicht-Scheibe

Die absolute Album-Hymne dürfte wohl „If God Loves Rock´n´Roll“ werden: Kurz, rasant, energiereich auf den Punkt gebracht, mit einem Riff, das auch mal wieder kein Erbarmen zeigt – aber warum auch. Das ganze Scheibchen tut das nicht, ein Ohrwurm nach dem anderen. Vertraut und doch wieder ganz anders bieten Helloween hier einfach erstklassigen Heavy Metal, bei dem Bodenständigkeit, Power und das Gesamtpaket zählen. Nicht, dass die technischen Spielereien und ein bisschen Gefrickel ausgeklammert würden, aber die sind schmuckes Beiwerk, bei Songs, die einfach ihre Wirkung nicht verfehlen. Pflicht!

Tracklist

  1. Heroes
  2. Battle´s Won
  3. My God Given Right
  4. Stay Crazy
  5. Lost In America
  6. Russian Roulé
  7. The Swing Of A Fallen World
  8. Like Everybody Else
  9. Creatures In Heaven
  10. If God Loves Rock´n´Roll
  11. Living On The Edge
  12. Claws
  13. You, Still Of War

photocredit: Ralf Lotys (Sicherlich) [CC BY 3.0], via Wikimedia Commons

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