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Veröffentlicht am 26.11.2015 von nemesis

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Edenbridge Rückblicke

So fing alles an – ein kleiner Rückblick auf den Beginn der Laufbahn der Österreicher

Mit dem Edenbridge-Debut Sunrise In Eden sollt ein neuer Wind im melodischen Metal Einzug halten. Und so manch einer brauchte damals sicher die durch die Bank positiven Presse-Resonanzen, um der Platte und der jungen Band eine Chance zu geben. Und wer hätte gedacht, was einmal draus wird – Gitarrist Lanvall und seine Mannschaft in der ersten Zeit sicher auch nicht so ganz. Werfen wir also mal einen Blick zurück. Angesichts der Resonanzen auf Sunrise In Eden war aber eines nicht wirklich verwunderlich: Nämlich dass Gitarrist Lanvall seine Solo-Laufbahn nach einigen Veröffentlichungen mal auf Eis gelegt hatte und nun Edenbridge die erste Geige spielte. Zeitmaschine an:

„Es sind zwar durchaus ein paar neue Nummern vorhanden, die ich auf eine weitere Solo-Scheibe bringen könnte, aber nachdem mein Deal ausgelaufen ist, habe ich in dieser Richtung erstmal nichts weiteres geplant“, erzählte der sympathische und gesprächige Linzer mit einem kleinen Ausflug zu seiner vorhergehenden Laufbahn..

Der erste Deal

„Edenbridge existierte bereits in der Zeit, als ich noch hauptsächlich solo unterwegs war. Allerdings hatten wir damals einen anderen Namen und irgendwie ging da nix vorwärts. Als dann mein Deal vom Tisch war, bin ich auf andere Gedanken gekommen und habe mich entschieden, mich auf Edenbridge zu konzentrieren. Wir haben uns an verschiedene Plattenfirmen gewandt und Massacre meldeten sich innerhalb von zwei Wochen bei uns.“

Egal, in welches Heft man guckte, die Vergleiche zu anderen Band häuften sich langsam ganz schön an, was natürlich Lanvall auch nicht entgangen war. Zumal er wohl bei jedem Interview damit vollgelabert wurde. „Die herangezogenen Vergleiche gingen von Royal Hunt über Dream Theater bis zu Nightwish.

Diese unterschiedlichen Bands bestätigten mir allerdings in erster Linie unsere Eigenständigkeit. Wir hatten uns einfach auch Zeit gelassen, um zu reifen.

Manche Vergleiche…

Nightwish finde ich ein wenig aus der Luft gegriffen, um ehrlich zu sein. Vor allem auch, weil unser Material schon geschrieben war, als ich Nightwish zum ersten Mal gehört habe.“ Nightwish haben ein Mädel am Mikro, Edenbridge mit Sabine Edelsbacher auch… und schon setzt das weitere Hirn bei manch männlichen Schreiber-Kollegen schon aus. „Es ist das Gleiche, als ob man Iron Maiden und Judas Priest miteinander vergleichen würde, nur weil beide eben Heavy Metal auf ihrer Flagge stehen haben.

Jede dieser Bands hat ihren ganz eigenen Stil.“ Zumal man auch sagen muss, dass nicht nur die Stimmen der beiden Damen in eine ganz andere Richtung tendieren, sondern auch die Art der Interpretation, die bei Sabine doch, ähnlich wie bei The Gathering´s Anneke, mehr auf der Betonung von langen Silben und getragenen Melodien liegt. „Ich selbst lege auch sehr viel Wert auf gute Vocal-Lines, und diese Art zu singen liegt Sabine am besten. Ein Sänger bzw. eine Sängerin hat es immer ein wenig schwerer, wenn es ums Variieren geht. Als Instrumentalist kann man sein Spektrum durch gewisse Techniken, soweit man das selbst mag und will, erweitern. Als Sänger ist man aber immer an die eigene Stimme gebunden. Gerade die Tatsache, dass Sabine keine typische Metal-Stimme hat, finde ich total gut.

Wir haben auch nicht mehrere Gesangspuren übereinander gelegt oder andere Gimmicks eingebaut. Der Gesang sollte ganz natürlich und unverfälscht rüberkommen.“ Wobei der Gesang für meinen Geschmack an manchen Stellen doch etwas lauter abgemischt hätte sein können. „Findest Du?

Wir haben im Instrumental-Bereich sehr viele Spuren übereinander gelegt und da kann es schon ein bisschen schwer werden, dass alles noch hundertprozentig zum Tragen kommt.“

Die erste Tour mit Axxis und Pink Cream 69

Zum ersten Album sollten Edenbridge mit Pink Cream 69 und Axxis auf Tour gehen, was die gute Laune von Lanvall, der absolut auf die Melodic Prog-Genies von Shadow Gallery steht ( Lanvall: „Ich habe gehört, dass der Gitarrist der Band alles, was er hatte, in die letzte Scheibe investiert hat. Jetzt ist er bankrott. Ich verstehe nicht, warum eine Band mit derart genialen Scheiben und wesentlich mehr Tiefgang als Dream Theater nicht auf Tour geschickt wurde.“) noch ein ganzes Stück hob.

„Wir waren auch eine Zeit lang im Gespräch für die Stratovarius-Tour, aber das ist im Sand verlaufen. Ich finde, das geplante Package bietet den Fans viel Abwechslung, und für uns ist es selbstverständlich eine tolle Herausforderung. Durch den Mix unserer Scheibe war zu Dennis Ward (Pink Cream 69) auch schon Kontakt da, bevor die Tour fest war. Im Moment läuft es wirklich gut, die Reaktionen sind toll und Massacre machen einen guten Job für uns.

Ein kleiner Ausblick

Wir werden von unserem Promoter jeden Tag super mit Interviews versorgt… es ist ein tolles Gefühl, dass die Leute so hinter der Sache stehen“, schwärmt der Musikus. Dabei hat Lanvall aber nach wie vor genaue Vorstellungen, wie es mit der Band weiterlaufen soll. „Ich habe alle Songs selbst geschrieben, und brauchte natürlich danach erst einmal etwas Abstand zur Scheibe.
Ich habe zu allen Songs ein spezielles Verhältnis und genaue Vorstellungen von Edenbridge. Ich bin der einzige Songwriter und die anderen sind mit dieser Situation total happy. Unser zweiter Gitarrist spielt noch in einer anderen Band, die stilistisch Richtung Annihilator geht. Solche Einflüsse würden eben zu Edenbridge einfach nicht passen.

Es ist auch so, dass meine eigenen Ideen und Songs fliegen, wenn wir feststellen, dass sie sich nicht so ohne weiteres oder gar nicht realisieren lassen oder sie nicht so wirken, wie sie sollten. Es hat sich für die nächste Platte schon wieder einiges an Material angesammelt, und wir möchten damit auch eine Steigerung zum Debut bringen.“

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